Man weiß nicht genau, was Otto bewogen hat, sich als Kaufmann mit technischen Problemen zu befassen. Entscheidend waren wohl ein von Ettienne Lenoir 1860 in Frankreich entwickelter Verbrennungsmotor und die bereits seit Jahren als Antriebskraft eingesetzten Heißluftmaschinen, welche die Aufmerksamkeit so manschen Ingenieurs erweckten.

 

Auch Otto hört von diesen Maschinen und so mag auf seinen Fahrten in pferdebespannten Kutschen über Landstraßen vermutlich die Idee gereift sein, eine Kraftmaschine zu schaffen, die zur "Fortbewegung von Gefährten auf Landstraßen leicht und nützlich verwendet, sowie auch der kleinen Industrie von erheblichem Nutzen werden könne".

 

Diese Gedanken bringt Otto in seinem ersten Patentgesuch an das Königliche Preußische Handelsministerium am 2. Januar 1862 zum Ausdruck.

 

 Er läßt sich von seinem Mechaniker Michael Zons in Köln eine Modellmaschine des Lenoir-Motors bauen.

 

Die Experimente unter anderem mit dem Zündzeitpunkt sind erfolgreich, und Otto erkennt die Auswirkungen eines verdichteten Gas-Luftgemisches.

 

Diese Erkenntnis über die Auswirkungen der verdichteten Ladung und den Arbeitsablauf in vier Takten veranlaßt Otto, sich von Zons eine Vierzylindrige Maschine mit Zylindern in Boxeranordnung bauen zu lassen.

 

Die Zündungen der Maschine sind jedoch so heftig, dass das Triebwerk in kürzester Zeit zertrümmert wird. Otto gelangt zur Überzeugung, daß eine direkte Umsetzung der Verbrennungsenergie auf einen Kurbeltrieb nicht möglich ist.

 

Um den Triebwerkszerstörungen auszuweichen, geht Otto nun ganz neue Wege.

 

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